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Katzen als Glücksbringer

Die Legenden rund um die Maneki Neko

Wer schon mal durch die Straßen eines asiatischen Viertels seiner Stadt geschlendert ist, kennt den Anblick: Katzen unterschiedlicher Größen und Farben, die dem Betrachter vermeintlich zu winken. Die Maneki Neko („heranwinkende Katze“) ist eng verbunden mit dem Glauben an Reichtum und Geld, das sie magisch anzieht beziehungsweise heranwinkt.

Die Herkunft der Maneki Neko ist Bestandteil vieler Legenden, die ihre Bedeutung als Glücksbringer erklären und unterstreichen sollen. Für euch folgen nun die bekanntesten Drei.

Eine Legende handelt von einer Katze, die einem sehr reichen Mann in der Not half. Er wurde von einem Gewitter überrascht und suchte Zuflucht unter einem Baum, der in der Nähe des Gotoku-ji-Tempels stand. Er sah, wie die Katze des Tempelpriesters ihm zuwinkte. Durch seine Neugier angetrieben folgte er der Katze. Keine Sekunde später traf ein Blitz den Baum und hätte den reichen Mann unter seinem Gewicht getötet. Voller Dankbarkeit schloss der wohlhabende Mann Freundschaft mit dem Priester. Ab da an waren die armen Zeiten des Tempels vorbei. Als die Tempelkatze starb, wurde ihr zu Ehren angeblich die erste Maneki Neko Figur angefertigt.

Das Leben einer Kurtisane namens Usugumo wird in einer anderen bekannten Geschichte beschrieben. Sie lebte in Yoshiwara und liebte ihre Katze innig. Eines Nachts zerrte die Katze heftig an ihrem Kimono. Usugumo scheuchte ihre Katze hinfort, doch kam sie immer wieder. Der Bordellbesitzer glaubte, die Katze sei verhext und schlug ihr deshalb den Kopf hab. Der Kopf flog an die Decke des Zimmers und tötete eine giftige Schlange, die zum Angriff bereit war. Die Katze rettete indirekt Usugumo das Leben. In ihrer Trauer versunken, versuchten Kunden, Usugumo durch eine hölzerne Figur, die ihrer Katze ähnelte, aufzumuntern. 

Die dritte Legende schildert das Leben einer alten Frau in Imado. Sie war so arm und verzweifelt, dass sie ihre Katze verkaufen musste. Bald darauf erschien ihr die Katze im Traum und befahl ihrer Besitzerin, ihr Ebenbild in Ton zu verewigen. Sie tat, was ihr befohlen wurde und verkaufte die Katzenstatue. Die Arbeit erfüllte sie so sehr, dass sie mehr Statuen anfertigte. Die Leute waren vernarrt in die kleinen Tonkatzen. Die Frau musste somit nie mehr Hunger leiden, da sie durch den Verkauf in Wohlstand und Reichtum lebte.

Jetzt kennt ihr die Legenden, die sich um die Maneki Neko ranken! Doch welche Bedeutung haben die unterschiedlichen Farben und Symbole? Das wird bald im nächsten Beitrag gelüftet!

 

Quelle:

Pate, A. (2008), Maneki.Neko: Feline Fact & Fiction,
http://www.darumamagazine.com/new/articles-excerpts/maneki-neko-feline-f...

 

Bild:

Wikipedia (2012), Maneki Neko, http://en.wikipedia.org/wiki/Maneki-neko

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